Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
Technik

Solar & Fernwärme in Bern: Kombination, Wirtschaftlichkeit & Zukunft

In der Stadt Bern und Teilen der Agglomeration ist das Fernwärmenetz von Energie Wasser Bern (ewb) eine wichtige Energiequelle. Viele Eigenheimbesitzer fragen sich: Lohnt sich eine Solaranlage auch dann, wenn das Gebäude an die Fernwärme angeschlossen ist? Die Antwort ist ein klares Ja – und zwar aus guten Gründen.

🔥 Fernwärme in Bern: Überblick

Das Fernwärmenetz der ewb ist eines der grössten der Schweiz und wird stetig ausgebaut. Es versorgt Tausende von Gebäuden in der Stadt Bern mit Wärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA), Holzheizkraftwerken und zunehmend auch aus Abwärme industrieller Prozesse.

Fernwärme deckt den Heizbedarf und die Warmwasserversorgung ab – der Strombedarf bleibt davon unberührt. Genau hier kommt die Solaranlage ins Spiel: Sie produziert den Strom, den Fernwärme nicht liefern kann.

☀️ Warum Solar und Fernwärme sich perfekt ergänzen

Die Kombination aus Fernwärme und Photovoltaik ist aus mehreren Gründen ideal:

💰 Wirtschaftlichkeit der Kombination

Die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage ist bei Fernwärme-angeschlossenen Gebäuden sogar leicht besser als bei Wärmepumpen-Gebäuden. Der Grund: Der Strombedarf ist gleichmässiger über den Tag verteilt (keine Wärmepumpen-Spitzenlasten), was den Eigenverbrauchsanteil optimiert.

Rechenbeispiel für ein Mehrfamilienhaus in der Stadt Bern mit Fernwärmeanschluss:

🏙️ Fernwärmegebiet der ewb

Das Fernwärmenetz der ewb erstreckt sich über weite Teile der Stadt Bern und wird kontinuierlich ausgebaut. Aktuell sind folgende Quartiere angeschlossen oder in Planung:

Wenn Sie in einem dieser Gebiete wohnen und bereits an die Fernwärme angeschlossen sind, ist eine PV-Anlage die logische Ergänzung für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung.

⚡ E-Mobilität als Gamechanger

🔋 Batteriespeicher bei Fernwärme

Ein Batteriespeicher ist auch bei Fernwärme-Gebäuden sinnvoll, allerdings mit einer anderen Dimensionierung. Da keine Wärmepumpe den Strom «verschlingt», reicht oft ein kleinerer Speicher (5–8 kWh für ein Einfamilienhaus). Die kantonale Förderung von einer Einmalvergütung gemäss Pronovo-Konditionen macht den Speicher wirtschaftlich attraktiv. Der Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil von typischerweise 30% auf 55–65%.

🌱 Ökobilanz: Doppelt erneuerbar

Die Kombination aus Fernwärme und Solar erreicht eine beeindruckende Ökobilanz: Die Fernwärme in Bern stammt aus Kehrichtverwertung und Biomasse – beides CO₂-neutral oder sogar CO₂-negativ. Die Solaranlage liefert emissionsfreien Strom. In der Summe kann ein Gebäude mit Fernwärme und PV-Anlage seinen CO₂-Ausstoss auf nahezu null reduzieren – ein vorbildlicher Beitrag zur Berner Klimastrategie.

🔮 Zukunft: Solar-Fernwärme-Verbund

Die ewb experimentiert mit innovativen Konzepten, bei denen überschüssiger Solarstrom genutzt wird, um das Fernwärmenetz zu unterstützen – etwa durch Power-to-Heat-Anlagen, die Strom in Wärme umwandeln. In Zukunft könnte Ihr Solarstrom nicht nur Ihren Haushalt versorgen, sondern über das Fernwärmenetz auch zur Wärmeversorgung des Quartiers beitragen. Ein vielversprechendes Modell für die Energiezukunft der Stadt Bern.

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Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Schweizer Förderprogramme im Überblick

In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.

Solarstrom und Elektromobilität

Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.

Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

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